Vergänglich

 

Ein neues Jahr löscht alte Spuren, was bleibt ist nur Erinnerung;
sie ticken weiter diese Uhren und nehmen uns des Lebens Schwung.
Den Dampf die Jugend zu erhalten, den haben wir schon lang verlor´n,
der Eine früh der Andere später, doch spätestens als wir gebor´n.

Wir haben nichts in unsern Händen und geben doch nichts aus unsrer Hand.
Und was wir fest in Händen glauben, ist einfach rieselnd feiner Sand.

Was gestern sich noch Zukunft nannte, ist heute schon Vergangenheit
und das gestrig altbekannte, zerfloss in der Vergänglichkeit.
Wenn jedes Körnchen Sand der Erde auch nur eine Sekunde wär´;
so wären alle doch zusammen ein Tropfen nur im Zeitenmeer.

Wir haben nichts in unsern Händen und geben doch nichts aus unsrer Hand.
Und was wir fest in Händen glauben, ist einfach rieselnd feiner Sand.

Was wär, wenn es doch gäb´ den Schöpfer, der sich aus Liebe uns verschenkt,
dass ich und DU auch sein Geschöpf wär und er aus Gnade an uns denkt.
Dann würd´ es stimmen was wir lesen, dann gäb es auch einmal Gericht;

und es bleibt, wenn wir gewesen, war Jesus unsre Zuversicht?

 

                                                                                                                     (Dieter Henkel)

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